cd & buch tipps

Ich werde immer wieder gefragt, was ich denn so in meiner Freizeit an Musik höre oder an Büchern lese. Und weil ich gerade, was Literatur anbelangt, von missionarischem Eifer bin, weil viel zu viele Leute viel zu viel Schrott lesen, gibt es an dieser Stelle jeden zweiten Monat einen CD- und einen Büchertipp. Muss man nicht ernst nehmen. Ist alles reine Geschmackssache. Aber vielleicht hat der eine oder andere Freude dran.




Stieg Larsson, "Vergeltung", Heyne

  Eigentlich bin ich kein großer Krimifan, sieht man einmal von den wirklich erstklassigen zehn Romanen des schwedischen Autorenduos Sjöwall/Wahlöö ab. Stieg Larson, ebenfalls Schwede, ist diesen beiden tatsächlich ebenbürtig. Seine Roman-Trilogie "Vergeltung", "Verdammnis", "Vergebung" ist sowohl in sprachlicher Hinsicht als auch was die Spannung anbetrifft herausragend. Die beiden Hauptfiguren Michael Blomquist und Lisbeth Salander gehören schon jetzt in eine Reihe mit Maigret, Kommissar Beck und Co. Die Bücher sind jeweils über 700 Seiten stark, aber dennoch nie langweilig. Larson ist leider mit Anfang Fünfzig verstorben, so dass es keine Nachfolgewerke mehr geben wird. Sehr schade, der Mann hatte den Bogen raus.



Bisherige Literaturtipps:

Georges Simenon, "Schlusslichter"
Nicolas Fargues, "Nicht so schlimm"
Marten t'Hart, "Das Wüten der ganzen Welt"
Karen Duve, "Taxi"
Nick Hornby, "High Fidelity"
Marina Lewycka, "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch
T.C. Boyle, "Dr. Sex"
Anna Gavalda, "Zusammen ist man weniger allein"
Annegret Held, "Am Aschermittwoch ist alles vorbei"
Louis de Bernières, "Der zufällige Krieg des Don Emmanuel"
Norbert Scheuer, "Kall, Eifel"
Ian McEwan, "Erste Liebe, letzte Riten"
Ronald Reng, "Der Fremdgänger"
Heinz Strunk, "Fleisch ist mein Gemüse"




Dan Bern
"Breathe", (Cooking VI/Indigo)

  Leute, die mit Gitarre und Mundharmonika auftreten, haben bei mir ja schon von vorne herein einen Stein im Brett. Seit meinen Teenagertagen stehe ich auf Neil Young, Bob Dylan und Konsorten. Dan Bern, Kanadier von Geburt, klingt auch ein bisschen wie der alte Dylan, ist leider aber nicht so bekannt wie der Meister. Zu Unrecht. Denn Bern hat ein gewaltiges Potenzial als Songwriter. Seine Diskografie ist zwar überschaubar, aber ich habe mir von einem Kollegen mal sämtliche bisher erschienenen Alben ausgeliehen und die besten Songs auf eine CD kopiert. Immerhin mit 18 Titeln drauf. Einer besser als der andere. Die neueste Scheibe "Breathe", die auch schon wieder ein paar Jahre auf dem Markt ist, habe ich mir selbst zugelegt. Eigentlich komplett unverständlich, warum der Mann hierzulande fast unbekannt ist. In den USA hat er sich ein bisschen unbeliebt gemacht, als er heftig gegen Präsident Bush gestänkert hat. In jedem Fall liefert Dan Bern erstklassige Musik ab. Da gibt es kein Vertun.




Bisherige CD-Tipps:

Mumford and Sons, "Sign no More"
Francis Cabrel, "Des Roses et des Orties"
Lyle Lovett, "Step into this House"
Neil Young, "Prairie Wind"
Le Clou, "Live à L'Harmonie"
Stoppok, "Hits 1997-2007"
Marc Cohn, "Walking in Memphis"
Steve Earle, "El Corazon"
John Hiatt, "Stolen Moments"
Luka Bloom, "Innocence"
Bruce Springsteen, "We shall overcome"
Josh Ritter, "Hello Starling"
Dominic Miller, "First Touch"
Carla Bruni, "Quel qu'un m'a dit"